Ausländer – Was sagt die Bibel?

1. GOTT liebt und schützt die Ausländer.

Psalm 146,9: Der HERR behütet die Fremdlinge,
Witwen und Waisen hilft er auf;
aber er krümmt den Weg der Gottlosen.
5.Mose 27,19: Verflucht sei, wer das Recht des Fremden, der Waise und der Witwe beugt! Und das ganze Volk sage: Amen!

2. Jesus lehrte dasselbe.

Matthäus 25, 35 -38: Denn mich hungerte, und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf; nackt, und ihr bekleidetet mich; ich war krank, und ihr besuchtet mich; ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir . Dann werden die Gerechten ihm antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? Oder durstig und gaben dir zu trinken? Wann sahen wir dich als Fremdling und nahmen dich auf? Oder nackt und bekleideten dich?

3. Der Ausländer darf an den religiösen Einrichtungen des Judentums teilhaben, muss sich aber den geltenden Satzungen fügen.

2. Mose 12, 48: Wenn sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem HERRN das Passah feiern will, so soll bei ihm alles Männliche beschnitten werden, und dann komme er herbei, um es zu feiern; und er soll wie ein Einheimischer des Landes gelten. Es darf jedoch kein Unbeschnittener davon essen. Ein Gesetz soll gelten für den Einheimischen und für den Fremdling, der sich mitten unter euch aufhält.
4. Mose 15,14: Und wenn ein Fremder bei euch wohnt oder wer in eurer Mitte ist bei euren künftigen Generationen und er opfert dem HERRN ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch, dann soll er es ebenso tun, wie ihr es tut.

4. Ausländerhass ist uralt, hier in Sodom.

1. Mose 19,9: Aber sie sagten: Zurück da! Da ist einer allein gekommen, sich als Fremder hier aufzuhalten, und will sich schon als Richter aufspielen! Nun, wir wollen dir Schlimmeres antun als jenen. Und sie drangen hart ein auf den Mann, auf Lot, und machten sich daran, die Tür aufzubrechen.

5. Die Ausländer passen sich dem Gesetz des Landes an.

3. Mose 16, 29: Und dies soll euch zu einer ewigen Ordnung sein: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr euch selbst demütigen und keinerlei Arbeit tun, der Einheimische und der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt.
3. Mose 17,12: Darum habe ich zu den Söhnen Israels gesagt: Keine Seele von euch soll Blut essen; auch der Fremde, der in eurer Mitte wohnt, soll nicht Blut essen.
3.Moses 17,15: Jeder, der ein Aas oder Zerissenes isst, er sei Einheimischer oder Fremder,der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein; dann wird er rein sein.

6. Gleiche Zuwendung für Ausländer und Einheimische

3. Mose 19, 33-34: Und wenn ein Fremder bei dir – in eurem Land – als Fremder wohnt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Ich bin der HERR; euer Gott …

7. Weil sie selbst Ausländer gewesen waren.

2. Mose 22, 20: Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.
2. Mose 23,9: Und den Fremden sollst du nicht bedrücken. Ihr wisst ja selbst, wie es dem Fremden zumute ist, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.

8. Die Sozialfürsorge gilt dem Armen und dem Fremden gleichermaßen.

3.Mose 19,10: Und in deinem Weinberg sollst du nicht nachlesen, und die abgefallenen Beeren deines Weinbergs sollst du nicht auflesen; für den Elenden und für den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.
3.Mose 25,35: Und wenn dein Bruder verarmt und seine Hand neben dir wankend wird, dann sollst du ihn unterstützen wie den Fremden und Beisassen, damit er neben dir leben kann.
5. Mose 24,17: Du sollst das Recht eines Fremden und einer Waise nicht beugen, und das Kleid einer Witwe sollst du nicht pfänden.
5. Mose 24, 19-22: Wenn du deine Ernte auf deinem Feld einbringst und hast eine Garbe auf dem Feld vergessen, sollst du nicht umkehren, um sie zu holen: Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe soll sie sein, damit der HERR, dein Gott, dich segnet in allem Tun deiner Hände. Wenn du deine Oliven abschlägst, sollst du nicht hinterher die Zweige absuchen: Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe soll es sein. Wenn du in deinem Weinberg Lese hältst, sollst du nicht hinterher Nachlese halten. Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe soll es sein. Und du sollst daran denken, dass du Sklave warst im Land Ägypten; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.
5. Mose 26, 12 -13: Wenn du den ganzen Zehnten deines Ertrages im dritten Jahr, dem Jahr des Zehnten, vollständig entrichtet hast und ihn dem Leviten, dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben hast, damit sie in deinen Toren essen und sich sättigen, dann sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: Ich habe das Geheiligte aus dem Haus weggeschafft und habe es auch dem Leviten und dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben nach all deinem Gebot, das du mir befohlen hast; ich habe deine Gebote nicht übertreten noch vergessen.

9. „Keine anderen Götter!“ gilt für Einheimische und für Ausländer.

3. Mose 20,2: Du sollst zu den Söhnen Israel sagen: Jedermann von den Söhnen Israel und von den Fremden, die in Israel als Fremde wohnen, der eins von seinen Kindern dem Moloch gibt, muss getötet werden; das Volk des Landes soll ihn steinigen.
(Für Moloch wurden Menschenopfer (KInder) lebendig verbrannt.)

Gleiches Recht für alle!

4.Mose 15 -16: In der Versammlung soll ein und dieselbe Ordnung gelten für euch und für den Fremden, der bei euch wohnt, eine ewige Ordnung für eure Generationen; wie ihr, so soll der Fremde sein vor dem HERRN. Ein und dasselbe Gesetz und ein und dasselbe Recht soll für euch gelten und für den Fremden, der bei euch wohnt.
4.Mose 15,29; Für den Einheimischen unter den Söhnen Israel und für den Fremden, der in ihrer Mitte wohnt, sollt ihr ein und dasselbe Gesetz haben für den, der aus Versehen etwas tut.
5.Mose 1,16: Und ich gebot euren Richtern in jener Zeit: Hört die Streitsachen zwischen euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremden bei ihm!

9. Lohngerechtigkeit – für alle gleich!

5. Mose 24, 14-15: Du sollst den bedürftigen und armen Lohnarbeiter nicht unterdrücken, sei er einer von deinen Brüdern oder von deinen Fremden, die in deinem Land, in deinen Toren wohnen. Am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne soll nicht darüber untergehen – denn er ist bedürftig und verlangt sehnsüchtig danach -, damit er nicht über dich zum HERRN schreit und Sünde an dir ist.

10. Ausländer sollen GOTT und sein Gebot kennen lernen.

5.Mose 31,12: Versammle das Volk, die Männer und die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren wohnt, damit sie hören und damit sie lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun!

11. Viele Fremde in Israel:

2. Chronik 2,16: Und Salomo zählte alle Fremden, die im Land Israel waren, nach der Zählung, die schon sein Vater David unter ihnen vorgenommen hatte; und es fanden sich 153 600.

 

Bemerkenswert sind die Formulierungen „und deinem Fremden“, „deinen Fremden“ in 5.Mose 31,12 und 5. Mose 24, 14-15. Was sagt uns das?
Israel war zur Zeit der Gesetzgebung bis zur Einsetzung des ersten Königs eine Theokratie (ein von GOTT regiertes Staatswesen).
Wir haben zu beachten, dass die Bundesrepublik Deutschland im Gegensatz zu Israel keine Theokratie, sondern eine Demokratie (vom Volk regiertes Staatswesen) ist. Daher sind die Bestimmungen, die es mit Religionsausübung zu tun haben (3,5,10) nicht auf unsere gegenwärtige Situation zu übertragen. Sie würden aber z.B. in einer christlichen Gemeinde gelten.
Ist es möglich, dass die gegenwärtige „Völkerwanderung“ zu den beginnenden Wehen der Endzeit gehören? In dem Falle sollen die Heiligen GOTTES nicht klagen, sie brauchen auch keine Angst zu haben, sondern sollen sich demütig fügen und im Übrigen „sich aufrichten und den Kopf erheben, weil eure Erlösung naht“ (Lukas 21,28 wörtl.).

Arbeitsmaterial mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk CHRISTUS für Dich, Meierstraße 1, 26789 Leer- Loga

Telefon 0491 7887 – E-mail: cfd@cfdleer.de

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Die Bibelstellen sind  nach der unrevidierten Elberfelder Übersetzung wiedergegeben.

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